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FAQ Kaufmännische Grundbildung
FAQ rund um die kaufmännische Grundbildung Privatversicherung
 Italiano: FAQ sulla formazione commerciale di base nell’assicurazione


1. Berufsbilder und Profile im kaufmännischen Berufsfeld

Welche Berufe und Profile im kaufmännischen Berufsfeld werden in der Privatassekuranz angeboten?

Dreijährige Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ):
  • B-Profil / Basisbildung
  • E-Profil / Erweiterte Grundbildung
  • M-Profil / Erweiterte Grundbildung plus Berufsmaturität:
    Bemerkung: In der betrieblichen Ausbildung unterscheiden sich das E- und das M-Profil nicht.
    Im B-Profil bestehen geringfügige Unterschiede.

Zweijährige Ausbildung zum/zur Büroassistent/-in mit eidg. Berufsattest (EBA):

  • A-Profil

Welches ist das Berufsprofil Kaufmann/Kauffrau EFZ?
Die Absolventen/-innen der kaufmännischen Grundbildung erwerben grundlegendes Können und Wissen, mit dem sie grundsätzlich im gesamten Berufsfeld produktiv tätig sein können. Das erworbene Können und Wissen ist auf lebenslanges Lernen sowie auf Flexibilität in der Wahrnehmung und Mitgestaltung von Arbeitstätigkeiten im kaufmännischen Berufsfeld angelegt.

Welches ist das Berufsprofil Büroassistent/-in EBA?
Büroassistenten/-innen beherrschen folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus: Sie erledigen mehrheitlich einfache und standardisierte administrative Tätigkeiten; sie beherrschen den Umgang mit verschiedenen Bürotechnischen Hilfsmitteln und Instrumenten der Informationstechnologie; sie handeln und verhalten sich dienstleistungsorientiert.

Welches ist die verbindliche Grundlage der betrieblichen Ausbildung?
Kaufmann/Kauffrau, B- und E-Profil

  • Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung vom 24.01.2003
  • Modelllehrgang Privatversicherung B- / E-Profil
Büroassistent/-in, A-Profil
  • Verordnung über die berufliche Grundbildung Büroassistent/-in vom 11.07.2007
  • Bildungsplan über die berufliche Grundbildung Büroassistent/-in vom 11.07.2007

Wo finde ich die Bestimmungen für die berufliche Grundbildung Büroassisten/-in EBA (A-Profil)?
Die Informationen rund um die Ausbildung zum/r Büroassistent/-in können auf der Website der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung (IGKG) heruntergeladen werden: www.igkg.ch
Auskünfte erteilen im Weiteren die kantonalen Berufsbildungsämter











2. Modelllehrgänge

Was ist der Zweck des Modellehrganges?
Der Modelllehrgang bildet die wichtigste Grundlage für die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung im betrieblichen Teil. Er ist das verbindliche „Drehbuch" für den Inhalt und den Ablauf der kaufmännischen Grundbildung, an dem sich sowohl Lernende wie auch Berufsbildner zu orientierten haben.

Wo können die Modellehrgänge bestellt werden?
Zu bestellen gibt es jedoch nur den Modelllehrgang in Profil B oder E,  da der Unterschied zwischen erweiterter  Grundbildung und erweiterte Grundbildung plus Berufsmaturität rein schulisch ist. Auf www.vbv.ch können Sie Ihren Modelllehrgang bestellen.

















3. Ausbildung für Berufslernende
An welchen Lernorten erfolgt die Ausbildung der Berufslernenden?
Die Ausbildung erfolgt im Lehrbetrieb, an der Berufsfachschule sowie in den überbetrieblichen Kursen.

Welche Aufgabe übernimmt der Lehrbetrieb und wie viele Tage pro Woche arbeiten die Berufslernenden im Lehrbetrieb?
Der Lehrbetrieb vermittelt die berufspraktischen Fähigkeiten. Die Lernenden sind im E- und B-Profil 3.5 Tage pro Woche im Lehrbetrieb, angehende Berufsmaturanden 3 Tage. In der Ausbildung zum/ zur Büroassistenten/-in sind Berufslernende im ersten Semester 3 Tage im Betrieb, in den weiteren Semestern 4 Tage.

Welches sind die Aufgaben der Berufsfachschulen?
Die Berufsfachschulen vermitteln die schulische Bildung. Diese besteht aus beruflichem und allgemein bildendem Unterricht. 

Wie unterscheiden sich Berufsmittelschule, das E- und B-Profil Kauffrau/-mann EFZ sowie Büroassistent/-in EBA im schulischen Bereich?


Was ist die Aufgabe der überbetrieblichen Kurse (üK) und wie sind diese organisiert?
Die überbetrieblichen Kurse üK ergänzen die betriebliche und schulische Ausbildung und haben den Zweck, die Lernenden in die grundlegenden kaufmännischen Fertigkeiten einzuführen und Kenntnisse der Ausbildungs- und Prüfungsbranche Privatversicherung zu vermitteln und sie auf die weitere Ausbildung im Lehrbetrieb vorzubereiten. Die üK finden regional statt und dauern 12 Tage über die ganze Lehre verteilt. Grundlage der üK ist das Rahmenprogramm gemäss folgendem Link: www.vbv.ch

Der Anmeldungsprozess der überbetrieblichen Kurse üK bis zur Rechnungsstellung läuft in folgenden Regionen VBV Regio über die Kursplattform www.educationatinsurance.ch (Stand April 2009): Basel,  Bern, Ost-CH, Solothurn, Winterthur/TG/ SH, Zentral-CH.










4. Ausbildung für Anspruchsgruppen
Welche Kurse und Veranstaltungen bietet der VBV für die Anspruchsgruppen in der kaufmännischen Grundbildung?
Nebst den üK bietet der VBV ein Kursangebot für neue Berufs- und Praxisbildende, neue üK-Leiter,  Prüfungsexperten. Für erfahrene Berufs- und Praxisbildende sowie für üK-Verantwortliche und Hauptexperten organisierte der VBV regelmässig Erfa-Meetings.

Kursangebot: www.educationatinsurance.ch / Kurskatalog VBV


















5. insurance@work / Lernleitsystem / Lehrmittel

Was ist insurance@work?
insurance@work ist ein auf die kaufmännische Grundbildung abgestimmtes Lernsystem. Es besteht aus dem Passwort geschützten Lernleitsystem, dem Lernportal www.insuranceatwork.ch und sechs gedruckten Lehrmitteln.

Welche Funktion hat das Lernleitsystem und das Lernportal im Rahmen der betrieblichen Ausbildung?
Das Lernleitsystem ermöglicht sowohl dem Lernenden als auch dem Berufsbildner durch die Funktion MEIN LEHRPLAN eine transparente Planung, Steuerung und Kontrolle der Leistungsziele. Mittels Lernleitsystem können die Prüfungselemente Arbeits- und Lernsituationen (ALS) und Prozesseinheiten (PE) elektronisch vereinbart und bewertet werden. Die Endnoten werden in der Folge mittels Schnittstelle auf den nationalen Bildungsserver übermittelt.

Auf der VBV-Homepage kann das Formular für die Anmeldung Ihres Betriebes im Lernleitsystem, sowie der dazugehörige Anmeldeprozess downloaden: www.vbv.ch / kaufmännische Grundbildung/ insurance@work / Anmeldeformular Lehrbetrieb in insurance@work. Der Anmeldeprozess kann ebenfalls auf dieser Website
heruntergeladen werden.

Welches sind die Inhalte der gedruckten Lehrmittel?
Inhaltliches Kernelement von insurance@work sind die sechs gedruckten Lehrmittel. Thematisch sind die sechs Module auf den Leistungszielkatalog abgestimmt, was ein zielgerichtetes Lernen ermöglicht. Die Module sind lernprozessorientiert aufgebaut und ermöglichen eigenständiges Lernen.

Modul 1:  Idee Versicherung
Modul 2:  Kunde und Versicherung
Modul 3:  Haftpflichtrecht und Motorfahrzeugversicherung
Modul 4:  Sach- und Vermögensversicherung
Modul 5:  Personen- und Sozialversicherung
Modul 6:  Versicherung vernetzt

Details und Bestellung unter www.verlagskv.ch.

Welches Angebot bietet der VBV im Bereich elektronische Lehrmittelergänzung?
Im Lernleitsystem www.insuranceatwork.ch unter der Applikation TRAINING bietet der VBV zwei interaktive
Selbstlernprogramme (Web based Training [WBT]) für die Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung. Das WBT Praxistrainer ist ein Programm für die schriftliche Prüfung, während das WBT Gesprächstrainer auf die fallorientierte mündliche Prüfung vorbereitet.











6. Qualifikationsverfahren / Lehrabschlussprüfung

Aus welchen Teilen setzt sich das Qualifikationsverfahren für den betrieblichen Teil der kaufmännischen Grundbildung zusammen und welchen Anteil an der Bewertung haben diese Teile?
Arbeits- und Lernsituationen (ALS); Prozesseinheiten (PE); schriftliche Lehrabschlussprüfung (LAP, Berufspraktische Situationen und Fälle); mündliche LAP (Berufliche Situationen, die kommunikative Fähigkeiten erfordern). Die vier Qualifikationselemente werden zu je 25 % bewertet.

 

Was sind ALS und wie werden diese bewertet?
Die Lernenden und der Berufsbildner legen gemeinsam für eine bestimmte Beobachtungsperiode zwei bis
drei Aufgabenbereiche fest, welche mit je acht Leistungszielen und acht Bewertungskriterien zur Einschätzung des Verhaltens (Verhaltenskriterien) definiert und bewertet werden. Zu jedem Leistungsziel gibt es so genannte Teilkriterien, welche die Bewertung unterstützen. Während der Lehrzeit werden sechs Arbeits- und Lernsituationen durchgeführt, welche in das Qualifikationsverfahren einfliessen.

 

Was sind Prozesseinheiten und wie werden diese bewertet?
Die heutige Arbeitswelt verlangt ein verstärktes prozessorientiertes und bereichsübergreifendes Denken und Handeln. Ziel ist es, dass die Lernenden zusammenhängende betriebliche Abläufe bewusst erfahren und am Arbeitsplatz erlernen, diese nachzeichnen, beschreiben und allenfalls reorganisieren können. Die Arbeiten der Lernenden sollen sich demzufolge nicht auf isolierte Tätigkeiten beschränken, sondern ihnen die Möglichkeit geben, den ganzen Arbeitsvorgang selbstständig durchzuführen. 

Die Anleitung und Einführung erfolgt im ersten überbetrieblichen Kurs. Mit der Prozesseinheit wurde ein Instrument geschaffen, das erlaubt, Präsentationstechniken und analytisches Vorgehen der Lernenden zu prüfen. Die Beurteilung, welche die Auszubildenden für ihre Arbeiten erhalten, fliesst als Bestandteil in das Qualifikationsverfahren ein. Pro Lehrjahr wird eine Prozesseinheit vereinbart, bearbeitet und bewertet. Die Bewertung der Prozesseinheit wird sowohl vom Betrieb, wie auch von Prüfungsexperten des jeweiligen
Prüfungskreises bewertet.

Wie ist die schriftliche LAP (Berufspraktische Situationen und Fälle) aufgebaut und wie wird diese bewertet?
Die schriftliche Prüfung basiert auf dem Modelllehrgang Privatversicherung und ist wie folgt aufgebaut:


Wie ist die mündliche LAP (Berufliche Situationen, die kommunikative Fähigkeiten erfordern) aufgebaut und wie wird diese bewertet?
Die mündliche Prüfung bezieht sich auf einen praktischen Fall und dauert 35 Minuten (5 Minuten Vorbereitung, 30 Minuten Gespräch). Die Prüfungsexperten erstellen die Fallausgangslage im gewünschten Vertiefungsgebiet der lernenden Person. Ein Prüfungsexperte befindet sich während der ganzen Prüfungszeit in der Kundenrolle, der andere Experte ist mit der Protokollführung beauftragt. Bewertung:



 







7. Verantwortlichkeiten

Wie sind die Verantwortlichkeiten geregelt rund um die kaufmännische Grundbildung?

Fragen zu:                                                              Verantwortlichkeit:

Lehrverträge sowie deren Verkürzung,
Verlängerung und Auflösung
Kantonales Berufsbildungsamt
  
Terminverlängerungen ALS/PE Kantonales Berufsbildungsamt
  
Profilwechsel
Kantonales Berufsbildungsamt
  

Ablauf üK

VBV/üK-Verantwortliche
  
Abwesenheiten üK
üK-Leiter/üK-Verantwortliche
  
Bewertung PE
Lehrbetrieb und Hauptexperten
  
Bewertung ALS
Lehrbetrieb
  
Anmeldung an die Lehrabschlussprüfung
inkl. Wahl des Vertiefungsgebiets
Lehrbetrieb z. Hd. Hauptexperten
  
Lehrabschlussprüfung
Hauptexperten/VBV/kant. Prüfungskommission
  
Technische Probleme insurance@work
VBV
  
Technische Probleme education@insurance
VBV
  
Allg. Funktionen insurance@work (ALS/PE)
VBV
  
Modelllehrgang
VBV










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